FEUERBESTATTUNG

Die Feuerbestattung ist genau genommen eigentlich keine eigene Bestattungsart, vielmehr beschreibt sie die Einäscherung des Leichnams und die daraus resultierende Beisetzung der Asche. Sie bietet die Voraussetzung für unterschiedliche Varianten der Beisetzung. Bei einer Feuerbestattung kann die Urne in Deutschland auf einem Friedhof, im Meer oder im Wurzelbereich eines Baumes beigesetzt werden.

1. Vor der Feuerbestattung

Bevor eine Einäscherung des Leichnams durchgeführt werden kann, müssen ein paar Dinge beachtet werden. Zuerst muss bestätigt werden, dass die Verbrennung der ausdrückliche Wunsch des Verstorbenen war. Im Idealfall wurde hierfür zu Lebzeiten eine schriftliche Erklärung verfasst. Dabei reicht eine Unterschrift des Verfassenden. Ist keine derartige Kremationsverfügung vorhanden, müssen die Hinterbliebenen glaubhaft machen, dass der Verstorbenen diese Art der Beisetzung wollte.

Außerdem muss in Deutschland eine zweite Leichenschau vor der Kremation stattfinden. Diese dient der zweifelsfreien Identifizierung des Verstorbenen und der Bestätigung der Todesursache des Verstobenen.

2. Kremation

Die Einäscherung, auch Kremation genannt, des Verstorbenen ist die Voraussetzung für eine Feuerbestattung. Dabei wird ein spezieller Verbrennungssarg vorgeschrieben, in welchem der Leichnam auch transportiert wird. Die Dauer der Einäscherung beträgt je nach Beschaffenheit des toten Körpers etwa 70 bis 90 Minuten. Die Temperatur im Kremationsofen beträgt zunächst 900 °C und steigt während des Prozesses auf bis zu 1200 °C. Jeder Leichnam wird einzeln eingeäschert und für eine eindeutige Zuordnung bekommt der Sarg vor der Kremation einen Schamottestein. Dieser beinhaltet eine Nummer und die Daten des Verstorbenen, um eine Verwechslung der Totenasche auszuschließen.

3. Ablauf einer Feuerbestattung

Vorab sollte geklärt werden, ob eine Trauerfeier vor der Kremation am Sarg oder anschließend an der Urne erfolgen soll.

Trauerfeier vor der Kremation

Viele Familien halten die Trauerfeier vor der Einäscherung am Sarg mit Verwandten, Freunden und Bekannten ab. Die Beisetzung der Urne wird dann im engsten Familienkreis begleitet. Somit können die Hinterbliebenen gemeinsam im feierlichen Rahmen dem Verstorbenen gedenken.

Trauerfeier nach der Kremation

Jedoch kann die Trauerfeier auch erst nach der Einäscherung und vor der Beisetzung stattfinden. Diese findet üblicherweise in der Friedhofskapelle statt und verläuft ähnlich wie eine Sargfeier. Anschließend wird die Urne beigesetzt.

Beisetzungsmöglichkeiten in einer Urne

4. Kosten einer Feuerbestattung

In der Regel sind die Kosten für eine Feuerbestattung geringer als die anfallenden Kosten einer Erdbestattung. Das liegt vor allem daran, dass die Kosten für den Sarg sowie für das Urnengrab geringer sind. Jedoch kann die Grabstelle und die Region entscheidend für die Kosten einer Urnenbestattung sein. Je nachdem, wie die Asche des Verstorbenen beigesetzt werden soll, kommen Kostenpunkte wie der Friedhof (Urnenbestattung), der Waldfriedhof (Baumbestattung) oder die Reederei (Seebestattung) hinzu.
Die Kosten des Bestattungsunternehmens beziehen sich unter anderem auf die Überführung und die Versorgung des Verstorbenen. Der Friedhof berechnet die Nutzung sowie die Bereitstellung der entsprechenden Grabstelle und das Krematorium die Einäscherung. Je nach Umfang der Bestattung können die Kosten stark variieren. Besprechen Sie Ihre Wünsche und Vorstellungen in Ruhe mit dem Bestatter.

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