NATURBESTATTUNG

Hinter dem Begriff Naturbestattung versteckt sich die allgemeine Bezeichnung für Bestattungsarten in der freien Natur. Darunter zählen zum Beispiel die Baumbestattung, die Seebestattung, die Almwiesenbestattung, die Luftbestattung oder die Felsenbestattung. Voraussetzung für eine Naturbestattung ist die vorhergehende Einäscherung des Verstorbenen.

1. Naturbestattungen in Deutschland

Aufgrund der in Deutschland geltenden Bestattungsgesetze und dem damit verbundenen Friedhofszwang ist einer Bestattung in der Natur nur im Rahmen einer Urnenbeisetzung gestattet. Zu den in Deutschland erlaubten Naturbestattungsarten zählen die Baum- und Seebestattung.

Seebestattung

Anstatt die Urne auf einem Friedhof beisetzten zu lassen, kann die Asche des Verstorbenen auch im Meer beigesetzt werden. In Deutschland kann die Urne in der Ostsee oder der Nordsee bestattet werden. Hierfür wird eine biologisch abbaubare Urne verwendet, die sich innerhalb weniger Stunden im Wasser vollständig auflöst.

Baumbestattung

Bei einer Baumbestattung erfolgt die Beisetzung der Urne nach der Kremation im Wurzelwerk eines Baumes, welcher bereits zu Lebzeiten ausgesucht werden kann. Die Baumbestattung steht symbolisch für Unsterblichkeit, da durch die Beisetzung im Wurzelbereich die Asche des Verstorbenen direkt in den Naturkreislauf geführt wird. Diese Art der Beisetzung erfolgt üblicherweise in einem Wald, der als Friedhofsfläche genehmigt wurde, sogenannte Waldfriedhöfe.

2. Vorteile einer Naturbestattung

Immer mehr Menschen gefällt der Gedanke der Naturverbundenheit und sie wünschen sich auch nach dem Ableben einen Bezug zur Natur. In der Regel sind auf einem Naturfriedhof keine Grabsteine, Grabbepflanzung oder Grabschmuck erlaubt, da dieser naturbelassen bleiben sollen. Dadurch entfallen Kosten für die Grabpflege.

3. Gesetzliche Bestimmungen

In Deutschland besteht grundsätzlich die Friedhofspflicht. Naturbestattungsformen, wie die Luftbestattung oder die Almwiesenbestattung, können daher nur durch die Überführung des Leichnams oder der Asche des Verstorbenen ins Ausland durchgeführt werden.

Die Seebestattung wird in Niedersachen, Mecklenburg-Vorpommern und Schleswig-Holstein durchgeführt und erfolgt in der Nordsee oder der Ostsee. Die Bestattungsgesetze der Bundesländer entscheiden über die Vorgaben bezüglich der Urne und der Entfernung der Beisetzungsstelle von der Küste.
Für eine Baumbestattung wiederum müssen Wälder dafür genehmigt werden. Auch kommunale Friedhöfe bieten immer häufiger Baumplätze an.

4. Kosten einer Naturbestattung

Die Kosten für eine Naturbestattung setzen sich aus unterschiedlichen Faktoren zusammen. Zum einen spielen die unterschiedlichen Möglichkeiten der Naturbestattung eine Rolle, zum anderen ändern sich die Kosten durch die Region und den gewählten Bestatter. Bei einer Seebestattung kommen neben dem Bestatter Kosten für die Kremation und für die Seebestattungsreederei hinzu. Im Gegensatz zu anderen Bestattungsarten fallen bei der See- und Baumbestattung jedoch keine Friedhofsgebühren und keine Kosten für einen Grabstein oder die Grabpflege an.

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